Live-Ticker vom Fabriksoftware-Kongress

9:30 Uhr: Herzlich willkommen zum Fabriksoftware-Kongress des GITO-Verlags in Frnkfurt. Wir berichten live vom Geschehen.
9.35 Uhr: Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronu beginnt mit der Keynote zur neuen Rolle der Fabriksoftware.
9:40 Uhr: Die klassische vertikale Planungspyramide wird ersetzt durch eine horizontale, auf Gleichzeitigkeit ausgelegte Architektur.
9:40 Uhr: Dadurch werden Rückkopplungen zwischen den Instanzen möglich.
9:42 Uhr: Daten werden zeitnah und direkt verfügbar, aber noch werden die Rückkopplungen unzureichend verrbeitet.
9:45 Uhr: Fertigungsprozesse werden agil.
9:46 Uhr: Das bedeutet erstens: Dematerialisierung - wann das physische Produkt im Wertschöpfungsprozess entsteht, kann flexibel entschieden werden.
9:47 Uhr: Zweitens: Delinearisierung - Prozessschritte können flexibel angeordnet werden.
9:48 Uhr: Drittens: Despezialisierung - Prozessschritte können einander ersetzen.
9:49 Uhr: Viertens: Dehierarchisierung - Prozessschritte agieren auf gleicher Hierarchieebene.
9:50 Uhr: Fünftens: Destandardisierung - Abläufe und Produkte können individuell gestaltet werden.
9:50 Uhr: Fabriksoftware muss Plug and Play funktionieren. Neue Lösungen können als Cloud Services aus dem App-Store ergänzt werden. Lösungen müssen so gestaltet werden, dass sie schnell auf Veränderungen reagieren können (Responsive Design).
9:55 Uhr: Im Anwendungszentrum Industrie 4.0 am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Prozesse und Systeme entsteht mit FabOS ein komplexes Betriebssystem, das diesen Anforderungen entspricht.
10:00 Uhr: Handlungsempfehlung: Der Markt ist in Bewegung! Entwicklungen genau beobachten, Kooperationen anstreben, flexible Architekturen planen.
10:05 Uhr: Weiter gehts mit Prof. Dr.-Ing. Joachim Berlak von der software4production GmbH, der am Beispiel der Augenoptik-Branche die Entwicklungen der industriellen Unikatproduktion aufzeigt.
10:10 Uhr: Hervorragende Margen bei der Glasproduktion führen zu einem Anbieterboom, der durch Online-Anbieter wie Mr. Specs weiter befeuert wird.
10:15 Uhr: Die Glasproduktion ist hochgradig individuell bei kürzesten Lieferzeiten.
10:20 Uhr: In der Produktion gibt es Spitzen zu Beginn der Woche, auf die die Fertigungskapazitäten ausgelegt sein müssen. Hinzu kommt, dass immer häufiger Same-Day-Delivery gefordert wird.
10:30 Uhr: Deshalb besteht großer Bedarf an Automtisierung - gezeigt an Praaxisbeispielen in den USA und China.
10:35 Uhr: Ziele der Automatisierung: Ausschuss runter, Produktivität rauf. Beschleunigung der Prozesse von Tagen auf Stunden.
11:05 Uhr. Weiter gehts mit René Wöstmann und Philipp Schlunder vom Institut für Forschung und Transfer.
11:10 Uhr: Ihr Thema: Big Data Analytics in der Auftragsfertigung.
11:12 Uhr: Das Forschungsprojekt Steps begleitet mittelständische Unternehmen bei der zielgerichteten Einführung von Automtisierungslösungen.
11:15 Uhr: Am Beispiel einer Make-to-Order-Prosuktion wird gezeigt, wie mit Rapid Miner, einer offenen Umgebung für Machine Learning und Data Mining, die Analyse großer Datenmengen effektiv in der Auftragsabwicklung eingesetzt werden kann.
11:30 Uhr: Das Institut für Forschung und Transfer hat inzwischen eine Webseite erstellt, in der Unternehmen je nach Zielsetzung Lösungsbeispiele auswählen können: https://steps.rif-ev.de/apps
11:40 Uhr: Weiter gehts mit Volker Schnittler vom VDMA, der Veränderungen in Wertschöpfungsnetzwerken darstellt.
11:45 Uhr: Typisch im Maschinenbau ist eine Fertigungstiefe von 50 Prozent. Der Rest wird zugekauft.
11:45 Uhr: Am Gesamtwertschöpfungsprozess haben Logistikprozesse folglich einen Anteil von zwei Drittel.
11:47 Uhr: Fertigungsautomatisierung ist also der kürzere Hebel. Deshalb mehr Wettbewerbsvorteile durch Automatisierung des gesamten Wertschöpfungsnetzes nutzen: Bestellung, Dispostion, Transport...
11:50 Uhr: Problem: Einkäufer werden von ERP-Systemen nicht sachgerecht unterstützt.
11:55 Uhr: Unsicherheiten bei der Bestellung und Disposition führen bei 50 Prozent der Unternehmen zum Vorhalten von „Angstbeständen“.
12:00 Uhr: Lieferanten müssen verstehen, dass sie Teil eines Wertschöpfungsnetzwerkes sind, in dem sie nicht nur sich selbst optimieren, sondern das Gesamtsystem im Blick haben müssen.
12:05 Uhr: Weiter gehts mit Prof. Dr.-Ing. Götz-Andreas Kemmner von der Abels & Kemmner Gesellschaft für Unternehmensberatung GmbH.
12:10 Uhr: Industrie 4.0 wird zu oft auf Fertigungsautomatisierung verkürzt. Deshalb: Disposition 4.0 für die Fabrik 4.0.
12:15 Uhr: Disposition ist eine Frage der verfügbaren Daten und der darauf aufsetzenden Prognosen. Deshalb Qualität der Stammdaten erhöhen.
12:20 Uhr: Anwender wissen nicht, was das ERP-System alles weiß: Smart Data statt Big Data.
11:25 Uhr: Lösungsvorschlag: eigene Prozesse schrittweise verändern und Parameter simulativ optimieren: ERP-Performance-Management.
11:30: Uhr: ERP-Performance-Management-Systeme sind in der Praxis angekommen.
11:35 Uhr: Die wichtigsten Potentiale liegen nicht unbedingt in der Fertigungsautomatisierung, sondern in der Materialwirtschaft.

Jetzt erst mal Pause: Wir melden uns mit dem zweiten Kongressteil ab 14 Uhr.